Berufsunfähigkeitsversicherung – Tarife im Vergleich

Nicht mehr arbeiten zu können bedeutet oftmals, die eigene wirtschaftliche Leistungskraft zu verlieren. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schließt die entstehende Versorgungslücke, wenn Sie vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen. Unser Vergleich ermittelt für Sie leistungsstarke Tarife zu attraktiven Konditionen. Hier können Sie unverbindliche Angebote kostenlos anfordern.

Online beantragen in drei Schritten

Mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie den Verlust Ihrer Arbeitskraft gezielt absichern. Hier auf anbieter-vergleichen.de können Sie die Kosten und Leistungen verschiedener Tarife gegenüberstellen.

  • 1. Ermitteln Sie mit unserem Rechner einen günstigen Tarif. Geben Sie hierfür die gefragten Daten ein.
  • 2. Es erscheint eine übersichtliche Ergebnisliste mit verschiedenen Tarifen entsprechend Ihren Eingaben. Im Bereich Details können Sie wichtige Tarifmerkmale mehrere Anbieter direkt gegenüberstellen. Wählen Sie die Police, welche am besten zu Ihrer Lebenssituation passt. Es besteht die Möglichkeit der telefonischen Kontaktaufnahme zu einem professionellen Versicherungsberater
  • 3. Fordern Sie ein oder mehrere Angebote schriftlich an, oder schließen Sie direkt online ab.

Wie finde ich einen guten und günstigen Anbieter?

Die Beitragshöhe ist von vielen Faktoren abhängig (siehe Aufzählung unten). Die Versicherungsgesellschaften berechnen die Tarife nach dem zu erwartenden Risiko. Sie unterscheiden Versicherte deshalb u.a. nach Berufsgruppen. Für Akademiker werden grundsätzlich niedrigere Beiträge berechnet als für Handwerker, da bei Letzteren das Verletzungsrisiko und damit das Risiko einer Berufsunfähigkeit höher ist. Einige Versicherer bieten jedoch gerade für bestimmte Berufe besonders günstige Tarife an. Wir empfehlen deshalb, einen unabhängigen Vergleich durchzuführen. So erhalten Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die Ihnen im Ernstfall mit starken Leistungen zur Seite steht.

  • Höhe der gewünschten Rentenzahlung bei Eintritt der Berufsunfähigkeit
  • Eintrittsalter des Versicherten
  • Gesundheitszustand (bei Vorerkrankungen werden häufig Risikozuschläge berechnet)
  • Berufliche Tätigkeit (Versicherte werden in Berufsgruppen eingeordnet)
  • Geschlecht – seit Einführung der Unisex-Tarife gibt es für Neuabschlüsse keine Unterschiede mehr.
  • Allgemeine Preisunterschiede der Versicherer

Wann ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Der Verdienst des Lebensunterhalts ist bei den meisten Menschen eng an die eigene Arbeitskraft gekoppelt. Die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden, wird aber gerade von jungen Leuten unterschätzt. Dabei scheidet jeder Vierte vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Die Gründe für ein vorzeitiges Ausscheiden sind meist keine Unfälle, sondern Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall, Rückenleiden, und zunehmend auch psychische Erkrankungen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist dann sinnvoll, wenn durch den Wegfall des Arbeitseinkommens die Existenz gefährdet ist.

Leistungen

Mit dem Wegfall des Einkommens droht somit nicht selten der finanzielle Ruin. Hauptaufgabe der Versicherung ist die krankheitsbedingte Versorgungslücke zu schließen, und damit den bislang gewohnten Lebensstandard zu halten. Die wichtigste Leistung ist die monatliche Berufsunfähigkeitsrente, die der Versicherte im Fall der Berufsunfähigkeit ausgezahlt bekommt. Weitere Leistungen sind Hilfen zur Wiedereingliederung ins Berufsleben sowie Rehamaßnahmen.

BU oder BUZ?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann als separate Versicherung (BU oder BUV), aber auch als Zusatzversicherung (BUZ) zu einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung abgeschlossen werden.

Monatliche Rente

Die wichtigste Leistung der Versicherung ist daher die monatliche Rente. Ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie wegen eines Unfalls oder einer Erkrankung nicht mehr arbeiten können, erhalten Sie eine monatliche Zahlung. Die Höhe im Versicherungsfall können Sie durch Ihre gezahlten Beiträge in etwa selbst bestimmen.

Weitere Leistungen

Die Police bietet darüber hinaus weitere Leistungen. Bei einer teilweisen Berufsunfähigkeit erhalten Sie Hilfe bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben, oder werden beim behindertengerechten Umbau Ihres Arbeitsplatzes unterstützt. Die Versicherer übernehmen meist auch Rehamaßnahmen.

Worauf sollte ich beim Abschluss achten?

Ausreichende Vertragslaufzeit

Achten Sie bei Abschluss einer BU auf die geeignete Vertragslaufzeit, die möglichst mit dem Renteneintrittsalter übereinstimmen sollte. Wer eine zu kurze Vertragslaufzeit vereinbart, muss evtl. mit einer Versorgungslücke rechnen, da der Schutz durch die Berufsunfähigkeitsrente wegfällt, es aber noch keine Anschlussversorgung, wie z.B. durch die reguläre Altersrente gibt. Wählen Sie daher das Ende Ihrer Zahlungen niemals zu früh, auch wenn es eine Beitragsersparnis einbringt.

Verzicht auf abstrakten Verweis

Besonders von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, wann der „Versicherungsfall“ eintritt, die Versicherung also zahlen muss. Beinhaltet der Vertrag den sog. Abstrakten Verweis, heißt das, dass der Versicherer zunächst versucht, Sie auf eine andere Tätigkeit zu verweisen. Eine gute Police zeichnet sich dadurch aus, dass die Gesellschaft in den Versicherungsbedingungen auf den abstrakten Verweis verzichtet, und somit der Versicherungsfall bereits dann eintritt, wenn Sie in Ihrem angestammten Beruf nicht mehr arbeiten können. Es sollte also immer der zuletzt ausgeübte Beruf bei der Prüfung herangezogen werden.

Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten

Wichtig ist die wahrheitsgemäße Beantwortung der Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand. Erkrankungen, die im Moment des Vertragsschlusses bereits vorliegen, sind wenn überhaupt, nur gegen einen Aufschlag beim Beitrag versicherbar, müssen vom Versicherten aber wahrheitsgemäß angegeben werden. Macht der Versicherte hier falsche Angaben, kann die Berufsunfähigkeitsversicherung im Versicherungsfall die Zahlung verweigern, d.h. die Police wäre für den Versicherten völlig wertlos.

Kurzer Prognosezeitraum

Der Prognosezeitraum bestimmt, ab welchem Zeitraum der voraussichtlichen, oder tatsächlichen Leistungseinschränkung der Versicherungsnehmer als berufsunfähig gilt. Eine gute BU zeichnet sich dadurch aus, dass der Prognosezeitraum möglichst kurz ist. Versicherungen mit einer Frist von mehr als 6 Monaten sollte man daher meiden.

Rückwirkende Leistung ab Beginn

Gerade in der Anfangsphase kommen hohe Kosten auf den Versicherten zu. Einerseits fällt der Verdienst des Betroffenen weg. Andererseits können Kosten entstehen, wenn es z.B. darum geht, die Wohnung behindertengerecht umzugestalten. Wichtig ist daher, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung “Rückwirkende Leistung ab Beginn” anbietet. Sobald Ihr Leistungsanspruch festgestellt wurde, sollte die Gesellschaft auch rückwirkend ab dem Beginn der Berufsunfähigkeit zahlen. Im Klartext heißt dies, dass Sie bei Beginn der Versicherungsleistungen eine Nachzahlung erhalten.

Nachversicherungsgarantie in Vertrag einbeziehen

Die Nachversicherungsgarantie bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Versicherungsschutz anzupassen, ohne dass beim Erhöhen der Leistung eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig wird. Dies kann z.B. dann wichtig sein, wenn sich in Ihrem Leben gravierende Veränderungen (Geburt eines Kindes, Kauf einer Immobilie, Arbeitgeberwechsel, usw.) ergeben haben, und Sie deshalb zum Erhalt Ihres Lebensstandards eine höhere Berufsunfähigkeitsrente benötigen.

Wann ist man berufsunfähig?

Hier gibt eine gängige Definition, die in den Versichrungsbedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherungen zu finden ist. “Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person wegen Krankheit, Unfall oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen außer Stande ist, ihren Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann, und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.” Dies heißt zwar theoretisch, dass die Versicherungsgesellschaft auf eine andrere Tätigkeit verweisen kann. Deswegen ist es wichtig, auf den Verzicht des abstrakten Verweises zu achten.

Kann der Betroffene an seinem Arbeitsplatz weniger als 50% der geforderten Aufgaben ausführen (dies wird durch eine Prüfung durch die Versicherung dokumentiert), gilt er als berufsunfähig. (quantitative Prüfung). Es kann aber auch zu einer Berufsunfähigkeit kommen, wenn die Person mehr als 50% der Aufgaben ausüben kann. Verhindert die gesundheitliche Einschränkung die Ausführung einer Aufgabe, die für sich genommen zwar ausgeführt werden könnte, aber abhängig von anderen Aufgaben ist, die wiederum nicht ausgeführt werden können, tritt die Berufsunfähigkeit evtl. schon früher ein (qualitative Prüfung).

Wie lange wird die Rente gezahlt?

Die Leistungen erhalten Sie grundsätzlich solange, wie die Berufsunfähigkeit besteht, bzw. für die im Vertrag vereinbarte Dauer. Die Dauer der Rentenzahlung können Sie bei der Antragstellung weitgehend selbst bestimmen. Die Zahlungen enden zudem, wenn die Berufsunfähigkeit wegfällt, Sie daher gesund werden, und eine berufliche Tätigkeit aufnehmen können.

Ab welchem Grad der Berufsunfähigkeit wird die BU-Rente gezahlt?

So lange nichts abweichendes im Vertrag vereinbart wurde, erhalten Sie ab einer 50%igen Berufsunfähigkeit Leistungen aus der Police. Es gibt aber auch Tarife, in die sowohl bei der Anerkennung als auch in der Leistung eine Staffelung beinhalten. So lässt sich z.B. eine Berufsunfähigkeit, die unter oder über 50% liegt, mit einer entsprechend angepassten Leistung kombinieren. Sind es nur 25%, würde also eine Teilrente gezahlt.

In welcher Höhe sollte die Versicherung abgeschlossen werden?

Die Berufsunfähigkeitsrente sollte so hoch sein, wie die Versorgungslücke, die durch den Wegfall des Einkommens entsteht. Die Versorgungslücke errechnet sich aus der Differenz zwischen den Einkünften, die man vor der Berufsunfähigkeit hatte, und den Einkünften die danach bestehen. Sie können sich hier Ihre mögliche Versorgungslücke berechnen lassen, und unverbindlich mehrere Angebote einholen.

Was sollte bei einem Berufswechsel beachtet werden?

Bei einem Berufswechsel gilt der Versicherungsschutz weiterhin unverändert. Letzterer muss der Versicherung laut aktueller Rechtssprechung auch nicht mitgeteilt werden. Es sei denn, die Vertragsbedingungen sehen es ausdrücklich vor.

Was ist der Prognosezeitraum?

Bei der Berufsunfähigkeit geht man davon aus, dass diese über längere Zeit, bzw. dauerhaft bestehen muss, bevor Sie “versicherungsrechtlich” eintritt. Eine nur vorübergehende Leistungsminderung für z.B. ein paar Wochen, stellt daher keine erhebliche und dauerhafte Leistungsminderung dar, weshalb dafür keine Ansprüche gegenüber dem Versicherer bestehen würden. Um eine dauerhafte Einschränkung der Leistungsfähigkeit festzustellen, muss diese für einen festgelegten Zeitraum bestehen, welcher als Prognosezeitraum definiert wird. Bei den meisten Gesellschaften beträgt der Prognosezeitraum 6 Monate.

Wann sollte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden. Der beste Zeitpunkt ist bei Eintritt in das Berufsleben. Sobald erst mal dauerhafte Erkrankungen aufgetreten sind, wird es mit dem Abschluss schwierig, oder zumindest teurer. Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass Sie im “Fall der Fälle” gut abgesichert sind. Es gilt die Faustregel “Je niedriger das Einstiegsalter des Versicherten, desto günstiger der Beitrag”.

Jahrgänge vor und nach 1961

Wer zu den Geburtsjahrgängen ab 1961 gehört, bekommt im Fall der Berufsunfähigkeit nur noch die staatliche Erwerbsminderungsrente, die im Höchstfall etwa €800,00 beträgt. Oft bleibt dann nur der Gang zum Sozialamt. Nur wer zu den Jahrgängen vor 1961 gehört, bekommt vom Staat die etwas großzügigere Berufsunfähigkeitsrente.

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