Krankenkassenvergleich

Die Tarife verschiedener gesetzlicher Krankenkassen im Vergleich

Seit einigen Jahren können Verbraucher ihre gesetzliche Krankenversicherung frei auswählen. Wer sie wechselt, kann neben günstigeren Tarifen auch von einem besseren Leistungsangebot profitieren. Unser kostenloser und unabhängiger Krankenkassenvergleich hilft Ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Tarifs. Zum Ratgeber

Gesetzliche Krankenkasse wechseln

  • 1. Geben Sie bitte die gefragten Daten wie Geschlecht, Beruf, Alter usw. in den Rechner ein. Machen Sie zudem bitte Angaben zu den gewünschten / wichtigen Leistungen. So finden Sie eine Krankenkasse ganz nach Ihren persönlichen Vorstellungen. Klicken Sie anschließend auf „Tarife vergleichen“.
  • 2. Es erscheint eine übersichtliche Ergebnisliste. In der linken Spalte können Sie mehrere Tarife anklicken, und einen Detailvergleich starten. Sie können nun das komplette Leistungspaket des jeweiligen Anbieters einsehen.
  • 3. Haben Sie sich für eine neuen Anbieter entschieden, können Sie direkt online den Aufnahmeantrag stellen.
  • 4. Damit der Wechsel wirksam wird, muss der „neuen“ die Kündigungsbestätigung der alten Krankenkasse vorgelegt werden. Sie sollten Ihrer alten Kasse daher zeitnah kündigen (siehe Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen). Diese ist verpflichtet, Ihnen binnen 14 Tagen eine schriftliche Kündigungsbestätigung auszustellen, die Sie Ihrer neu gewählten einreichen.
  • 5. Abschließend benötigt der Arbeitgeber noch die Mitgliedsbescheinigung Ihrer neuen Kasse. Bedenken Sie bitte, dass die Mitgliedsbescheinigung dem Arbeitgeber innerhalb der zweimonatigen Kündigungsfrist zugehen muss, damit der Wechsel wirksam wird.

Wer kann wechseln?

Grundsätzlich kann jeder gesetzlich Krankenversicherte in eine andere Kasse wechseln. Während die private Krankenversicherung einen Vertragsabschluss an bestimmte Bedingungen knüpft (Alter, Gesundheitszustand etc..), gibt es diese Beschränkungen bei den Gesetzlichen nicht. Letztere sind gesetzlich verpflichtet, jeden Bürger aufzunehmen. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Warum kann ein Wechsel sinnvoll sein?

Seit einigen Jahren können Verbraucher ihre GKV frei auswählen. Wer sie wechselt, kann neben günstigeren Tarifen auch von einem besseren Leistungsangebot profitieren. Die Gesetzlichen bieten im Wesentlichen einheitliche Mindestleistungen. Es gibt jedoch Bereiche, wo sich die einzelnen Krankenkassen unterscheiden. So können Versicherte über so genannte Wahltarife von einem Wechsel profitieren. Die Tarife ermöglichen eine bessere Anpassung an persönliche Vorlieben sowie den eigenen Gesundheitszustand.

Wie finde ich eine günstige Krankenkasse?

Die im Jahr 2009 eingeführten Wahltarife bieten die Möglichkeit, den Versicherungsschutz individueller zu gestalten. Letztgenannte Tarife ermöglichen dem Versicherten viele Zusatzleistungen sowie Ersparnismöglichkeiten. So können Patienten z.B. zwischen Tarifen für chronische Erkrankungen, Selbstbehalt, Beitragsrückerstattung oder Bonusprogrammen wählen. So lässt sich ein Teil der Beitragskosten einsparen. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual: durch die Fülle an neuen Wahlmöglichkeiten entsteht für den Verbraucher zunächst mal ein Tarif-Dickicht. Mit unserem Krankenkassenvergleich finden Sie sich jedoch darin schnell zurecht.

Worauf achten be der Auswahl?

Serviceleistungen

Welchen Service erwarte ich von meiner Krankenversicherung? Benötige ich ein dichtes Filialnetz, wo man persönlich vorsprechen kann, oder reicht mir eine Internetfiliale mit Beratungs-Hotline? Kassen mit Online-Filialen bieten häufig Preisvorteile, dafür fehlt der persönliche Ansprechpartner.

Wahltarife

Gesetzlich Versicherte können nun zwischen mehreren Tarifmöglichkeiten wählen. Die so genannten Wahltarife beinhalten z.B. die Kostenübernahme besonderer Behandlungsformen, und bieten dem Versicherten damit spezielle Vorsorgemaßnahmen, oder eine bessere Anpassung an seinen Gesundheitszustand.

Zusatzleistungen

Zusatzleistungen sind Leistungen, die über den normalen Leistungskatalog hinausgehen (Kannleistungen), und dadurch von den Kassen bei der Kostenübernahme unterschiedlich behandelt werden. Wem diese Punkte wichtig sind, sollte dies beim Vergleich beachten. Im Tarifrechner gibt es eine Leistungsübersicht der jeweiligen Tarife.

Hier sind einige Beispiele für Zusatzleistungen
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • bestimmte Schutzimpfungen
  • Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation
  • Häusliche Krankenpflege
  • Haushaltshilfe
  • Kostenübernahme alternativer Heilmethoden
  • Finanzierung von besonderen Therapieeinrichtungen
Krankengeld

Seit 2009 haben Selbstständige, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, keinen Anspruch mehr auf Krankengeld. Dafür zahlen sie den ermäßigten Beitragssatz von 14,9%. Den Anspruch kann man sich jedoch über einen Wahltarif sichern. Eventuell ist dabei eine Wartefrist Bedingung.

Was sind Wahltarife?

Gesetzlich Versicherte haben ein Wahlrecht zwischen Tarifen, die entweder die Beiträge reduzieren, oder besondere Leistungen anbieten. Der Versicherte kann dadurch die Leistungen bis zu einem gewissen Grad seinem persönlichen Gesundheitszustand besser anpassen. Es gibt einerseits Wahltarife mit besonderen, oder erweiterten Behandlungsformen, und andererseits Tarife mit Selbstbeteiligung. Angebote mit Selbstbeteiligung eignen sich für Versicherte, die selten zum Arzt gehen müssen. Tarifangebote mit besonderen, oder erweiterten Behandlungsformen eignen sich für Versicherte, die in speziellen Bereichen, wie z.B. einer chronischen Erkrankung besondere Leistungen benötigen. Im Folgenden sind die Wahlmöglichkeiten erläutert:

  • besondere oder erweiterten Behandlungsformen in bestimmten Bereichen.
  • strukturiertes Behandlungsprogrammen bei chronischen Erkrankungen.
  • Hausarztmodell: wer zuerst den Hausarzt vor dem Facharzt aufsucht, wird von möglichen Zuzahlungen, oder von der Praxisgebühr befreit.
  • Selbstbeteiligung: hier muss der Versicherte seine Behandlungskosten bis zu einer bestimmten Höhe aus eigener Tasche bezahlen, und zahlt dafür aber einen reduzierten Beitrag.
  • Beitragsrückerstattung: Patienten, die für einen bestimmten Zeitraum keine Kosten verursachen, d.h. keine ärztliche Behandlung benötigen, erhalten einen Teil der gezahlten Beiträge zurück.

Laufzeit und Kündigung

Wer den Anbieter wechselt, ist anschließend für einen Zeitraum von 18 Monate an diesen gebunden. Die Kündigungsfrist bestimmt den Zeitraum, nach dem die Mitgliedschaft in der GKV, ausgehend vom Datum der Kündigung durch den Versicherten endet. Sie beträgt z. Zt. 2 Monate. Die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung endet daher bei einer Kündigung mit Ablauf des übernächsten Monats, der auf die Kündigung folgt. Wird der Beitrag erhöht, kann der Versicherte die Krankenkasse wechseln, ohne an die 18 monatige Bindungsfrist gebunden zu sein (Sonderkündigungsrecht). Hier muss lediglich die Kündigungsfrist von zwei Monaten beachtet werden.

Darf Krankenkasse Antragsteller ablehnen?

Gesetzliche Kassen sind grundsätzlich verpflichtet, jeden Antragsteller unabhängig von seinem Gesundheitszustand und seiner finanziellen Situation aufzunehmen. Eine Ausnahme besteht lediglich dann, wenn der Antragsteller nicht in der Lage ist, seinen Beitrag zu zahlen. Hier besteht jedoch wiederum die Möglichkeit, einen Antrag auf ALG2 / Hartz4 zu stellen. Wird dieser bewilligt, kann eine Aufnahme erfolgen, da die Beiträge vom Amt finanziert werden. Wer Hartz4 bezieht, hat zumindest Anspruch von seiner Krankenkasse aufgenommen zu werden, bei der er zuletzt Mitglied war.

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