Private Haftpflichtversicherung – Tarife im Vergleich

Tarife der privaten Haftpflichtversicherung im Vergleich

Eine kleine Unachtsamkeit kann schnell hohe Kosten verursachen. Eine private Haftpflichtversicherung erspart Ihnen viel Ärger, da sie Schadensersatzansprüche selbst in Millionenhöhe abdeckt. Unser Vergleich ermittelt für Sie leistungsstarke Tarife, die dennoch günstig im Beitrag sind. Zum Ratgeber

Online abschließen

Stellen Sie günstige und leistungsstarke Tarife gegenüber, beantragen Sie Ihren Versicherungsschutz anschließend direkt online. Gehen Sie entsprechend der folgenden Anleitung vor.

  • 1. Die Nutzung des Rechners ist kostenlos und anonym. Geben Sie hierfür bitte die gefragten Daten ein.
  • 2. Es erscheint eine übersichtliche Ergebnisliste, auf der Sie die einzelnen Leistungsmerkmale sowie die Beitragskosten der Tarife einsehen können. Bei Fragen steht Ihnen eine kostenlose Servicehotline zur Verfügung.
  • 3. Wählen Sie Ihren Favoriten aus, und füllen Sie das Antragsformular direkt online aus. Sie erhalten Sie Ihre Vertragsunterlagen auf dem Postweg.

Privathaftpflichtversicherung sinnvoll?

Wer einer anderen Person einen Schaden zufügt, ist dieser zum Schadensersatz verpflichtet. Sind Sie als Verursacherer nicht versichert, müssen Sie den Schaden aus eigener Tasche regulieren. Das gilt unabhängig davon, auf welche Summe sich der Schaden beläuft. Die „private Haftung“ stellt für den Einzelnen ein hohes Risiko dar, da sie im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin bedeutet. Daher gilt eine private Haftpflichtversicherung nicht nur als sehr sinnvoll, sondern wird als wichtigste Versicherung überhaupt bezeichnet. Unser Vergleich zur Haftpflichtversicherung bietet Ihnen eine schnelle und einfache Möglichkeit, einen umfassenden Versicherungsschutz zu einem günstigen Beitrag zu erhalten.

Wie finde ich eine günstige Haftpflichtversicherung?

Die Beitragskosten der Haftpflichtversicherungen unterscheiden sich anhand verschiedener Kriterien (siehe Aufzählung unten). Onlinevergleiche bieten eine gute Möglichkeit, den günstigsten Anbieter zu ermitteln. Einen guten Haftpflichtschutz gibt es bereits ab 35€ Jahresbeitrag für einen Singletarif.

  • Auswahl des Tarifs (Single-, Familien- oder Seniorentarif)
  • Gewählter Leistungsumfang (Ausfalldeckung, Fahrräder, Auslandsschutz etc.)
  • Gewählte Deckungssummen
  • Selbstbeteiligung
  • allgemeine Preisunterschiede der Anbieter (siehe Anbieter der Haftpflichtversicherung im Vergleich)
  • Zahlungsweise (jährlich, vierteljährlich, monatlich)

Leistungen

In erster Linie soll Sie eine Haftpflichtversicherung von eventuellen Schadenersatzansprüchen freistellen, die gegen Sie erhoben werden.

  • Personenschäden (Schäden die durch Verletzungen entstehen, Behandlungskosten, Schmerzensgeld)
  • Sachschäden (zerstörte Gegenstände)
  • Vermögensschäden (entgangener Gewinn, z.B. durch Zuparken einer Einfahrt eines Unternehmers)
  • Schutz vor Schadensersatzansprüchen – Ihre Haftpflichtversicherung prüft zunächst, ob Sie für den entstandenen Schaden verantwortlich gemacht werden können. Wenn Sie tatsächlich verantwortlich sind, und somit ein Anspruch des Geschädigten besteht, begleicht Ihre Haftpflichtversicherung den Schaden bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme. Die Zahlungen erhält direkt der Geschädigte.
  • Unberechtigte Schadensersatzansprüche abwehren und Prozesskostenübernahme – bei unberechtigten Ansprüchen wehrt Ihre Versicherung die Schadenersatzansprüche ab. Sollte der Geschädigte einen Rechtsstreit anstreben, führt der Versicherer für Sie den Prozess, und trägt auch die entstehenden Kosten.

Wann lohnt sich ein Tarifwechsel?

Ein Tarifwechsel lohnt sich insbesondere dann, wenn der Versicherungsvertrag schon sehr lange besteht. Ältere Verträge haben den Nachteil, dass viele Leistungen moderner Tarife nicht enthalten sind, diese jedoch trotzdem nicht günstiger sind. Versicherungsnehmer sollten Ihre Policen regelmäßig überprüfen und aktualisieren. Ob sich möglicherweise ein Wechsel zu einem anderen Anbieter lohnt, können Sie mit unserem Vergleich zur Haftpflichtversicherung ermitteln.

Worauf achten beim Abschluss?

Auf ausreichend hohe Deckungssummen achten

Als Mindest-Deckungssummen für Sachschäden und Personenschäden empfehlen die Verbraucherzentralen jeweils mind. 3 Mio €. Wenn Vermögensschäden und Mietsachschäden versichert werden sollen, sind mind. 20.000€ bzw. 100.000€ gängige Deckungssummen.

Ausfalldeckung einschließen

Die Ausfalldeckung ist ein sehr sinnvoller Einschluss, der unbedingt in jede Haftpflichtpolice eingeschlossen werden sollte. Der geringe Aufschlag im Beitrag zahlt sich aus.

Schlüsselverlust

Wer in einem Mehrparteienhaus zur Miete wohnt, hat häufig einen Generalschlüssel, der sowohl in die Wohnungstür, als auch in die Haustür passt. Wenn einer dieser Schlüssel abhanden kommt, wird in der Regel das Hauptschloss ausgetauscht, um einen Einbruch zu verhindern. Da alle Mieter jedoch den gleichen Schlüssel verwenden, müssen alle Schlösser ausgetauscht werden. Dem Vermieter entstehen dadurch hohe Kosten, die er auf den “Schuldigen” abwälzt. Deshalb ist dieser Einschluss für Mieter, deren Haus über eine zentrale Schließanlage verfügt, äußerst sinnvoll.

Allmählichkeitsschäden einschließen

Allmählichkeitsschäden sind häufig folgenreich und teuer für die Beteiligten. Private Haftpflichtversicherungen bieten heute Schutz gegen die Folgen von Allmählichkeitsschäden an. Meist ist dieser Einschluss ein Extra im Beitrag, ist aber grundsätzlich empfehlenswert.

Auf Leistungsausschlüsse achten

Achten Sie vor Abschluss der privaten Haftpflichtversicherung darauf, ob Ihr gewählter Tarif bei wichtigen Punkten Leistungsausschlüsse enthält. In der Leistungsübersicht (siehe Anbieter im Vergleich) sind alle Ein- und Ausschlüsse der Tarife sehen.

Haftpflichtversicherung bei Lebensgemeinschaft

Sobald ein Paar zusammenzieht, ist nur eine Haftpflichtpolice notwendig. Der später abgeschlossene Vertrag wird aufgehoben. In den älteren Vertrag wird der Partner mit eingeschlossen.

Sind alle Personen abgesichert?

Achten Sie darauf, dass alle Personen versichert sind, die abgesichert sein sollten. Denken Sie dabei z.B. an weitere Familienangehörige ohne eigene Versicherung.

Worauf achten beim Vergleich?

Achten Sie darauf, dass Ihr gewählter Vertrag alle wichtigen Einschlüsse enthält. Es gilt immer das Prinzip Leistung geht vor Beitrag. Die Detailübersicht (links im Vergleich Haken setzen) gibt Aufschluss über die genauen Leistungsmerkmale sowie die Deckungssummen der Tarife. Eine Selbstbeteiligung reduziert den Beitrag bei einer Privat-Haftpflichtversicherung nur wenig. Zudem müssten Sie jeden Schaden, der unterhalb der Grenze des Selbstbehaltes liegt, privat übernehmen. Jährliche Beitragszahlung spart Ihnen 5% der Jahresprämie, halbjährliche Beitragszahlung 3% des Jahresbeitrags im Vergleich zur monatlichen Zahlung.

Ausfalldeckung

Unter Ausfalldeckung versteht man den Schadenersatz, den die eigene Haftpflichtversicherung leistet, wenn der Verursacher eines Schadens nicht ermittelt werden kann, oder nicht zahlt. Die Ausfalldeckung ist in den meisten Versicherungsverträgen keine Standardleistung, kann aber i.d.R. als Zusatzbaustein gewählt werden.

Allmählichkeitsschäden

Es gibt Sachschäden, deren Wirkung nicht sofort ersichtlich ist, sondern erst nach einiger Zeit auftritt. Da der Schaden lange Zeit nicht bemerkt wird, sind die Folgen häufig schwerwiegend. Entsprechend schwierig wird eine Einigung mit dem Geschädigten. Allmählichkeitsschäden entstehen im Bereich der Haftpflichtversicherung durch schuldhafte Auslösung des Schadens, z.B. durch allmähliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, Dämpfen, Feuchtigkeit, Niederschlägen Rauch, Ruß, und Staub.

Selbstbehalt

Der Selbstbehalt (auch genannt Selbstbeteiligung) bezeichnet im Schadensfall den Teil des Schadens, welcher der Versicherungsnehmer nicht von der Versicherung ersetzt bekommt, sondern selbst trägt. Häufigster Grund für die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung ist der niedrigere Versicherungsbeitrag.

Gilt die Versicherung auch im Ausland?

Grundsätzlich schützt sie die private Haftpflichtversicherung weltweit. Allerdings sollten Sie die jeweiligen Vertragsbedingungen noch einmal genau durchlesen, denn es gibt bei einigen Tarifen diesbezüglich Einschränkungen. Bei den Versicherungspolicen der meisten Haftpflichtversicherer gilt der Versicherungsschutz bei einem Auslandsaufenthalt innerhalb Europas zeitlich unbegrenzt. Außerhalb Europas bzw. außerhalb der EU ist der Versicherungsschutz meist auf ein Jahr begrenzt. Vor längeren Auslandsaufenthalten außerhalb der EU sollte man daher Rücksprache mit seiner Versicherung aufnehmen. Es gibt Möglichkeiten, die Dauer der Leistungen zu erweitern.

Zahlt die Versicherung bei eigenen sachen?

Die Private Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die der Versicherte anderen Personen bzw. Sachen zugefügt hat. Schädigungen, die der Versicherte selbst erleidet bzw. anderen vorsätzlich zufügt, werden nicht mit abgedeckt. Die eigenen (Wert)Sachen können durch eine Hausratversicherung abgesichert werden.

Deliktunfähige Kinder

Kinder sind bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres gemäss BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) nicht deliktfähig, und können demnach auch keinen Schadensersatz leisten. Sind Kinder an einem Unfall oder Schadensfall beteiligt, kann daraus aber für den Geschädigten ein besonderer Härtefall entstehen. Um dies auszugleichen, kann auch derjenige haftbar gemacht werden, der die Aufsichtspflicht über das Kind hatte. In der Regel sind das die Eltern. Aber auch Grosseltern, Pflegeeltern, das Kindermädchen, oder die Nachbarn können mit der Aufsicht über Kinder betraut sein. Derjenige, der die Aufsichtspflicht hatte, müsste den Schaden aus eigener Tasche ersetzen, den das (un)beaufsichtigte Kind einem Dritten zufügt. Wer also häufig mit der Betreuung anderer Kinder (die eigenen sollten in der Familienhaftpflicht versichert sein) zu tun hat, kann sich durch diesen Einschluss langjährige und teure Rechtsstreitigkeiten ersparen.

Schaden was tun?

Um problemlos den vereinbarten Schadensersatz zu erhalten, sollten Sie einige wichtige Regeln beachten. Zunächst sollten Sie versuchen, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Ihren Versicherer müssen Sie umgehend über den Schaden in Kenntnis setzen – spätestens binnen einer Woche. Ihnen wird dann ein Schadensformular zugesendet. Falls juristische Forderungen auf Sie zukommen sollten, sollten Sie ohne Verzögerung die Versicherung informieren. Den Schadensersatzanspruch dürfen Sie nur mit Einverständnis der Versicherung akzeptieren, sonst kann ihr Versicherungsschutz gefährdet sein.

Wann zahlt eine Privathaftpflicht nicht?

  • Schaden muss im Zusammenhang mit Handlung stehen – eine private Haftpflichtversicherung kommt grundsätzlich nur für Schäden auf, bei denen ein “schuldhaftes Verhalten” des Versicherten vorliegt. Das bedeutet im Umkehrschluss: Es kann niemals zu einem Versicherungsfall kommen, wenn es dabei kein Mitwirken der versicherten Person gegeben hat. Der verursachte Schaden muss daher im Zusammenhang mit einer bestimmten Handlung stehen, welche den Versicherungsfall auslöst.
  • Private Haftpflicht leistet nicht bei Vorsatz – ausgeschlossen sind zudem Schäden, die aufgrund einer strafbaren Handlung entstehen, sowie alle Schäden, die vorsätzlich herbeigeführt werden, wie z.B. Sachbeschädigung. Bei Schäden, die aufgrund grober Fahrlässigkeit durch den Versicherungsnehmer herbeigeführt werden, kann die Private Haftpflichtversicherung die Zahlung jedoch nicht verweigern.
  • Keine Zahlung bei Nichteinhaltung von Verträgen – auch Schäden, die aufgrund einer vertraglichen Verpflichtung, bzw. deren Nichteinhaltung entstehen, wie z.B. ein nicht erfüllter privat vereinbarter Kaufvertrag (Ware wird nicht bezahlt oder nicht übergeben), fallen nicht unter den privaten Haftpflichtversicherungsschutz.

Spezielle Haftpflichtversicherungen

Es gibt Bereiche, die sich über den Standard-Haftpflichtschutz nicht absichern lassen, d.h. eine spezielle Vertragsgestaltung erfordern. Folgende Bereiche sind daher speziell zu versichern:

  • Kraftfahrzeuge – nicht über den Privathaftpflichtschutz versichert sind Schäden, die durch Kraft-, Luft- oder Wasserfahrzeuge verursacht werden. Hier gelten spezielle Versicherungspflichten: wie z.B. die KfZ-Versicherung beim PKW.
  • Tierhaltung – während kleine Haustiere (Kaninchen, Katzen, Wellensittiche) über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, benötigt man für alle anderen Tiere (auch Hunde) eine Tierhalterhaftpflichtversicherung.
  • Mehrparteienhaus – bei Haftungsrisiken die von einer Immobilie oder einem Grundstück ausgehen, sind Inhaber einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses über die private Haftpflichtversicherung abgesichert. Wohnen in diesem Haus jedoch mehrere Parteien, greift der Versicherungsschutz der Privathaftpflicht nicht mehr. In diesem Fall wird eine eigene Haus- und Grundhaftpflichtversicherung benötigt.
  • Spezielle Hobbys – Besitzer von Segelbooten, motorgetriebenen Booten, motorgetriebenen Modellflugzeugen, sowie auch Windsurfer benötigen eine spezielle Haftpflichtversicherung.
  • Schusswaffen – ebenfalls extra versichern müssen sich Besitzer von Schusswaffen zu Jagdszwecken.

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