Heizölpreise steigen über 50 Cent

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Steigende Rohölpreise und der nahende Winter treiben die Heizölpreise nach oben. Analysten rechnen für die kommenden Wochen mit einem Preis von über 50 Cent je Liter. Spannend wird das OPEC-Treffen im September. Doch langfristig sollte der Preis wieder sinken. Weiter spekulieren, oder doch jetzt zuschlagen? Diese Frage stellen sich derzeit Verbraucher.

Preise im Aufwärtstrend

Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler – der Herbst kündigt sich an. Und mit ihm die nächste Heizperiode. Zeit für viele Eigenheimbesitzer und Hausverwaltungen die Füllstände ihrer Heizöltanks zu überprüfen, und gegebenenfalls Nachschub zu ordern. Denn im Winter sollten die Tanks gefüllt sein, sonst droht eine böse Überraschung. Der Grund: Analysten rechnen mit steigenden Heizölpreisen. Schon in den vergangenen Wochen waren die Preise für den Brennstoff, die anders als die Benzin- und Dieselpreise nicht vom Wettbewerb der Tankstellen, sondern von den Preisfeststellungen an den Börsen getrieben werden, kräftig gestiegen. War der Liter Heizöl Anfang August noch für 43 Cent zu haben, so liegt der überregionale Durchschnittspreis aktuell bei 51,7 Cent je Liter.

Rohöl verteuert sich weiter

Die deutschen Heizölpreise folgten damit den Preissteigerungen von Rohöl und Gasöl. Derzeit stehen die Oktober-Kontrakte für die europäische Ölsorte Brent bei 51,1 US-Dollar je Fass; das Barrel West Texas Intermediate (WTI) kostet 48,6 US-Dollar. Der Preis für die Tonne Gasöl liegt bei 442,25 US-Dollar. Grund für die Verteuerungen dieser Rohstoffe waren vor allem zwei preissteigernde Faktoren: Die USA veröffentlichten mit ihren Bestandsdaten einen unerwartet starken Rückgang der US-Rohöl- und Benzinlagerbestände. Und auch der Dollar stand zuletzt schwächer da – vor allem wegen der Uneinigkeit innerhalb der US-Notenbank bezüglich des weiteren zinspolitischen Vorgehens.

OPEC-Treffen im September heizt Spekulationen an

Spannend wird es für Analysten und Spekulanten im September ohnehin. Denn die Mitgliedsstaaten der erdölexportierenden Länder (OPEC) und Russland wollen sich auf einem informellen Treffen zu möglichen Fördergrenzen beraten. Das hatte der amtierende OPEC-Präsident Mohammed bin Saleh Al Sada Mitte August angekündigt. Und auch andere OPEC-Mitglieder – allen voran der russische und der saudische Ölminister sowie die venezolanische Regierung – treiben die Spekulationen über bevorstehende Förderlimits und die damit einhergehende Verknappung des Angebots an und befeuern so den Preisanstieg.

Experten rechnen nicht mit Fördermengenbegrenzung

Jedoch: bereits im Winter und Frühjahr dieses Jahres – vor den OPEC-Treffen im Februar, April und Juni – hatte es ähnliche Spekulationen gegeben; die Preise waren gestiegen. Die Gespräche scheiterten jedoch, weil sich die OPEC-Staaten, allen voran Saudi-Arabien und der Iran, nicht einigen konnten. Und auch im Vorfeld des September-Treffens werden Stimmen laut, die an der Geschlossenheit der erdölexportierenden Länder zweifeln. So hat vor allem der Iran eine Teilnahme an weiteren Gesprächen noch immer nicht bestätigt. Und selbst, wenn der Iran teilnimmt: Ob sich alle OPEC-Mitglieder dieses Mal auf eine Fördermengenbegrenzung einigen können, ist fraglich. Es bleibt also spannend.

Kaufen oder spekulieren?

Für die hiesigen Heizöl-Käufer heißt es nun: Nerven bewahren. Derzeit sei ein Interesse an dem Brennstoff gestiegen, um einem weiteren Preisanstieg zu entkommen, meldet das Verbraucherportal heizoel24. Nutzer, die ihre Tanks aber befüllen müssen, sollten jetzt zuschlagen, raten die Heizölpreis-Experten. „Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen“, so die heizoel24. Denn der Trendkanal der kurzfristigen Drei-Monats-Ansicht verlaufe steil aufwärts. „Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, und den spekulativen Kick lieben, riskieren Sie es, auf bessere Preise zu warten.“

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