In diesem Beitrag geht es nicht darum, wo man die höchsten Zinsen auf sein Erspartes bekommt. Es geht darum, wie es der Normalverdiener in der heutigen Zeit schaffen kann, das nötige Kleingeld zum sparen übrig zu haben. Steigende Lebenshaltungskosten, sinkende Einkommen, und nicht zuletzt die Finanzkrise sorgen dafür, dass vom "Netto" nichts mehr zum Sparen übrig bleibt.
Wie kann ich auch mit wenig Einkommen sparen?
Die folgenden 10 Tipps sollen Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie man trotz geringem Einkommen ein paar Euros sparen kann. Die meisten Tipps lassen sich recht schnell umsetzen, sodass man schon nach kurzer Zeit "mehr Netto" in der Tasche hat.
Unser Spartipp!
1. Kassensturz
Bevor Sie sich überlegen, wieviel von Ihrem "Netto" Sie monatlich zum sparen übrig haben, ist es zunächst sinnvoll, die aktuelle Einnahmen- und Ausgabensituation zu überprüfen. Beginnen Sie daher mit einem Kassensturz.
Oft zeigt sich schon hier, dass nicht alle Ausgaben, die man in der letzten Zeit getätigt hat, wirklich notwendig sind.
2. Von überflüssigen Ausgaben trennen
Trennen Sie sich im nächsten Schritt von den unnötigen Ausgaben. In fast jedem Haushalt werden Rechnungen für Leistungen gezahlt, die gar nicht mehr genutzt werden, und die man möglicherweise schon aus den Augen verloren hat. Dazu gehören z.B. doppelte und überflüssige Versicherungen, Beiträge oder Abos. Einige Veträge haben Kündigungsfristen, die Auflösung ist evtl. nicht sofort möglich.
3. Mehr Netto durch optimierte Finanzen
Gerade im Bereich Haushaltskosten läßt sich eine Menge Geld einsparen. Die meisten Haushalte haben zu teure Versicherungspolicen, Kreditraten oder Stromverträge. Evtl. lohnen sich diverse Anbieterwechsel.
Online-Vergleichsportale bieten eine gute Möglichkeit, anonym, kostenlos, unverbindlich und zeitsparend Haushaltskosten auf Ersparnismöglichkeiten durchzuchecken. Weniger Kosten bedeuten mehr vom Netto.
4. Vor Ausgaben überlegt handeln
Ofmals werden Ausgaben unüberlegt getätigt. Der schnelle Konsumwunsch steht dabei im Vordergrund. Dabei bekommt man Gleiches an einem anderen Ort, oder zu einem anderen Zeitpunkt häufig billiger. Hier gibt es praktische Tipps zum Sparen beim Einkaufen, im Haushalt, sowie weiteren Ausgaben.
5. Dispokredit nur im Notfall nutzen
Der Dispokredit sollte nur für den Notfall sein, und nicht für beliebige Ausgaben verwendet werden. Wenn Sie Ihren Dispokredit bereits in Anspruch genommen haben, versuchen Sie ihn möglichst schnell zurückzuzahlen, denn Dispokredite "verschlingen" Zinsen, die bis zu 20% betragen.
Evtl. lohnt sich die Umschuldung des Dispo-Saldos durch einen Ratenkredit! Ratenkredite bekommt man schon ab ca. 5% Zinsen, und hat dazu eine planmäßige Rückzahlung. Das ersparte Geld der nicht gezahlten Dispozinsen haben Sie als "Mehr Netto" zur Verfügung.
6. Notreserve anlegen
Da man jederzeit mit unerwarteten Ausgaben rechnen muss, lohnt sich das Ansparen einer Notreserve, auf die man im Bedarfsfall zurückgreifen kann. Sie kommen dann nicht in die Lage, teure Dispo-Zinsen in Anspruch zu nehmen, oder sich anderweitig verschulden zu müssen. Für die Notreserve eignet sich ein Tagesgeldkonto. Denn hier gibt es keine Kündigungsfristen, und auch keine Verluste bei Verfügungen.
7. Mehr Netto durch Abgabe der Steuererklärung!
Viele Steuerzahler geben keine Steuererklärung ab, im Glauben, dass sich der Aufwand nicht lohnt. Oftmals ein Irrtum. Hohe Steuerrückzahlungen lassen sich im Bereich "Sonderausgaben" oder "Außergewöhnliche Belastungen" erzielen. Zu den Außergewöhnliche Belastungen zählen z.B. Kosten für Krankheit, Pflege von Angehörigen, oder Kosten von Beerdigungen. Nicht zuletzt durch die wieder vollständige Erstattung der Pendlerpauschale sollte die Steuererklärung wieder interessant werden.
8. Versteckte Kosten erkennen
Fast überall begegnet man Kosten, die man nicht sofort erkennt. Nehmen Sie sich die Zeit für das "Kleingedruckte". Fragen Sie im Zweifelsfall lieber nochmal nach. Häufig erweist sich ein auf den ersten Blick günstiges Angebot als Reinfall. Gewinnen Sie ein Auge für versteckte Kosten. Das erspart Ihnen viel Geld, Sie haben mehr von Ihrem Netto zur Verfügung.
9. Vermögenswirksame Leistungen anlegen
Wer Geld in Vermögenswirksame Leistungen (kurz VL) anlegt, profitiert und spart gleich mehrfach. Oftmals funktioniert es auch ohne eigenen finanziellen Einsatz. Denn bei vielen Arbeitgebern sind VL Bestandteil des Arbeitsvertrages oder Tarifs, bzw eine freiwillige Leistung. Zudem zahlt der Staat eine jährliche Prämie, die Arbeitnehmersparzulage, und das für die gesamte Laufzeit.
VL-Verträge eignen sich wunderbar für kleine oder mittelgroße Anschaffungen. Ein gut angelegter VL-Vertrag kann bis zu €10.000 bringen. Geld was Sie auf diese Art bequem ansparen können, verursacht wiederum keine zusätzlichen Zinskosten durch Kredite.
10. Die Riester-Rente: Altersvorsorge schon für kleines Geld!
Der Staat fördert Sparer der Riester-Rente mit Zulagen, und je nach Einkommen auch mit Steuervorteilen. Verschenken Sie keine Riesterzulagen! Privat "riestern" kann man über Fonds, Banksparpläne und Versicherungen, und das bereits ab 5€ im Monat. Auch "riestern" über den Arbeitgeber, oder für das Eigenheim ist möglich. Die Riester-Rente ist Hartz IV- und pfändungssicher.
Mehr Infos zur Riesterrente: Hier
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