Depotkosten von 20 Anbietern im Vergleich

DepotkostenGerade in Zeiten niedriger Zinsen erweist sich die Anlage in Aktien, Fonds oder Anleihen als lukrative Alternative zu herkömmlichen Sparformen. Doch hohe Depotkosten schmälern die Rendite – häufig ohne dass der Anleger etwas davon bemerkt. Besonders hoch sind die Gebühren bei aktivem Handel und / oder hohen Orderbeträgen, während die jährliche Grundpauschale eher zu vernachlässigen ist. Wer sein Depot bei einer günstigen Direktbank oder einem Onlinebroker führt, kann mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Unser Vergleich hilft, den für Sie günstigsten Anbieter zu finden.

Konto online eröffnen – so geht´s

Genau wie ein Girokonto können Sie auch ein Wertpapierdepot direkt über das Internet eröffnen. Hierzu sind die folgenden drei Schritte notwendig.

  • 1. Ermitteln Sie mit unserem Vergleich den günstigsten Anbieter.
  • 2. Treffen Sie eine Auswahl, und wechseln Sie im Kostenrechner über den Link in der rechten Spalte zu Ihrem Favoriten.
  • 3. Tragen Sie bitte auf der Webseite des gewählten Depotanbieters die gefragten Daten in die Eingabemaske ein. Sie werden dort Schritt für Schritt durch den Antragsvorgang geleitet.

So funktioniert unser Vergleich

Unser Depotkosten Vergleich erfolgt unter Einbeziehung der wichtigsten Nutzungsfaktoren, wie z.B. das durchschnittliche Ordervolumen, die Anzahl der Orders pro Jahr, oder das durchschnittliche Bestandsvolumen (Gesamtwert des Depots). Durch die genauen Einstellungsmöglichkeiten können Sie Ihren Favoriten entsprechend Ihren persönlichen Bedürfnissen auswählen. Die Eröffnung können Sie im Anschluss direkt online vornehmen.

Wo sind die Depotkosten besonders niedrig?

Direktbanken- und Onlinebroker verzichten meist auf die Erhebung einer Kontoführungsgebühr. Zudem gibt es auch deutliche Kostenvorteile bei den Orders. Wer viele Käufe und Verkäufe pro Jahr tätigt, findet bei Flatex, Onvista oder der Consorsbank einen Anbieter mit attraktiven Konditionen. Für den durchschnittlichen Anleger sind günstige Pauschalangebote meist die beste Lösung. Fündig wird man hier z.B. bei der DKB, der InG DiBa oder comdirect. Eine kleine Auswahl bekannter Anbieter finden Sie in der folgenden Tabelle. Angezeigt werden die Gesamtkosten bei einem Ordervolumen in Höhe von durchschnittlich 1.000 Euro, 12 Orders pro Jahr und einem durchschnittlichen Depotvolumen in Höhe von 20.000 Euro. Die Kontoführung ist bei allen Anbietern kostenlos. Die Ausführung der Orders erfolgt ausschließlich online.

Anbieter
Kosten pro Order
Kosten gesamt
Zur Bank
Consorsbank Depotkosten
Logo der Consorsbank
3,95 €
47,40 %
Flatex Depotkosten
Logo von Flatex
5,90 €
70,80 €
Onvista-Bank
Logo von Onvista
6,50 €
78,00 €
ING-DiBa Depot Kosten
Logo der ING-DiBa
9,15 €
109,80 €
DKB Depotkosten
Logo der DKB
10,00 €
120,00 €
ComDirekt Depot Kosten
Logo von comdirect
11,40 €
136,80 €

Wo fallen die meisten Kosten bei einem Depot an und wo die wenigsten?

Häufig wird in Werbespots der Begriff „kostenloses Depot“ verwendet. Gemeint ist damit jedoch nur die bei vielen Onlineanbietern wegfallende Jahrespauschale. Die Nutzung ist dagegen keineswegs gebührenfrei. Während die Jahresgebühr eher zu vernachlässigen ist, schlagen vor allem die Kosten für Kauf- und Verkaufsaufträge (Order) zu Buche. Diese setzen sich meist aus einem Stückpreis sowie einer prozentualen vom Betrag abhängigen Provision zusammen (Ordervolumen). Wie in unserem Vergleich zu sehen ist, fallen die meisten Kosten an, wenn man häufig und mit höheren Beträgen handelt.

Welche Depotgebühren gibt es?

Die Gebühren bei einem Wertpapierdepot setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Es gibt pauschale, (wert)-bestandsabhängige und nutzungsabhängige Depotkosten.

Jährliche Depotgebühr (Grundgebühr)

Dieser Posten wird meist als Depotgebühr, Jahresgebühr oder Jahrespauschale bezeichnet. Er fällt definitionsgemäß pauschal und unabhängig von der Nutzung an. Bei Filialbanken sind die einmal jährlich berechneten Gebühren noch weit verbreitet. Onlinebanken und -Broker verzichten meist auf die Erhebung.

Anzahl der Orders

Gemeint ist die Anzahl der Käufe und Verkäufe von Wertpapieren, die während eines Jahres in einem Depot getätigt werden. Die Bank berechnet hierfür eine Stückprovision pro erteiltem Auftrag. Bei online durchgeführten Aufträgen sind die Kosten immer niedriger als bei Orders, die nicht über das Internet erfolgen.

Ordervolumen

Hierunter versteht man das Volumen – also den Gesamtwert der Papiere, die ge- und verkauft werden. Die Bank berechnet die Ordergebühren nicht nur pro Stück (siehe oben). Sie verlangt zudem auch eine prozentuale Gebühr, die sich nach der Höhe des Kauf- oder Verkaufspreises richtet. Als Basis für die Berechnung wird i.d. Regel der aktuelle Kurswert verwendet.

Depotvolumen

Hierunter versteht man das Volumen – also den Gesamtwert der Papiere, die sich insgesamt im Depot befinden. Die Bank lässt sich die Verwahrung und Verwaltung der Wertpapiere prozentual – gemessen am Depotwert vergüten. Auch hier basiert die Berechnung auf den aktuellen Kurswerten.

Börsen /- Handelsplatzgebühren

Nicht nur die Banken verlangen Gebühren vom Anleger, auch die Börsen verdienen an den Umsätzen mit. Die Höhe der anfallenden Depotkosten ist recht unterschiedlich, da diese vom jeweiligen Handelsplatz festgelegt werden. Orders über ausländische Börsenplätze sind meist teurer als Käufe und Verkäufe an einer inländischen Börse. Wie die Ordergebühren bei der Bank setzen sich die Kosten aus einem Stückpreis pro Order sowie einem prozentualen Anteil zusammen, der sich am gehandelten Betrag orientiert. Hierbei sind Mindest- und Höchstpreise zu beachten.

Abgabe und Änderung von Limits

Die meisten Direktbanken und Online-Broker verlangen heutzutage keine Gebühren mehr für das Setzen und die Änderung von Limits. Vereinzelt kann es jedoch vorkommen, dass hierfür ein geringer Stückpreis zwischen zwei und fünf Euro berechnet wird. Bei Filialbanken ist die Erhebung dieser Gebühr noch weiter verbreitet, wobei auch hier vermehrt darauf verzichtet wird.


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