Welche Geldanlagen fallen unter die Einlagensicherung?

Geldanlagen die unter die Einlagensicherung fallen

Unter dem Begriff Einlagensicherung versteht man eine Schutzeinrichtung, die dafür sorgt, dass der Kunde bei Insolvenz einer Bank für seinen eingelegten Geldbetrag entschädigt wird. Für bestimmte Anlagen besteht bei Geldinstituten in Deutschland eine Rückzahlungsgarantie. Dabei handelt es sich um Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen.

Diese Geldanlagen fallen unter die Einlagensicherung

  • Sichteinlagen (Girokonten und Tagesgelder)
  • Spareinlagen (Sparbücher/ Sparbriefe, sofern sie auf Namen ausgestellt sind)
  • Festgelder
  • auf Namen lautende *Schuldverschreibungen, Schuldscheine und Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften
Nicht unter die Einlagensicherung fallen:
  • Einlagen von Banken, des Bundes und der Länder (sowie deren Sondervermögen)
  • Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen.
  • Alle sonstigen Arten der Geldanlage, wie z.B. Aktien, Fonds, Immobilien usw.

Schuldverschreibungen sind Wertpapiere, die meist von Banken oder Unternehmen an Käufer herausgegeben werden. Dies dient dem Zweck der Kapitalbeschaffung, welche dadurch günstiger ist als ein Bankkredit.

Besserer Schutz für Anleger

Seit dem 01.07.2009 gilt für Anleger bei der gesetzlichen Einlagensicherung eine Garantiesumme von 50.000€. Bisher waren Geldanlagen in Deutschland nur bis zu 20.000€ gegen Verlust bei einer Insolvenz der Bank staatlich abgesichert.

Gesetztesänderung bringt zusätzliche Verbesserungen für Anleger

Zusätzlich zur Erhöhung des Garantiebetrages beinhaltet die Gesetzesreform, dass Anleger im Falle einer Bankpleite ihr Geld innerhalb von 30 Tagen zurückerhalten. Außerdem entfällt die bisher geltende Selbstbeteiligung von 10%, sodass der Anleger bei einer Bank-Insolvenz verlustfrei entschädigt wird.