Einlagensicherung in Deutschland

Die Einlagensicherung in Deutschland und Europa

Nicht zuletzt durch die Wirtschaftskrise hat das Thema Einlagensicherung sowohl in Deutschland, als auch in vielen anderen Ländern eine neue Bedeutung erlangt. Die Absicherung der Kundeneinlagen hat für das Bankensystem elementare Bedeutung.

Kundeneinlagen sind durch Einlagensicherung gesetzlich abgesichert

Da Banken im Wirtschaftsleben eine besondere Vertrauensstellung genießen, soll in keinster Weise Zweifel an der Rückzahlungsfähigkeit der Kundengelder entstehen, weshalb es in Deutschland und in der EU umfangreiche Absicherungssysteme in Form der Einlagensicherung gibt. Kommt eine Bank dennoch in Liquiditätsschwierigkeiten, wird durch die Einlagensicherung erreicht, daß die Kundeneinlagen zurückbezahlt werden können.

Gesetzliche und freiwillige (vertragliche) Einlagensicherung

Man unterscheidet zwischen der gesetzlichen Einlagensicherung, und der darüber hinaus gehenden freiwilligen oder vertraglichen Einlagensicherung.

Spareinlagen sind seit dem 01.07.2009 mit 50.000€ gesetzlich vor Verlust geschützt

Seit dem 01.07.2009 gilt für Anleger bei der gesetzlichen Einlagensicherung eine Garantiesumme von 50.000€. Bisher waren bestimmte Geldanlagen in Deutschland bis 20.000€ gegen Verlust bei einer Insolvenz der Bank staatlich abgesichert.

Gesetztesänderung bringt zusätzliche Verbesserungen für Anleger

Zusätzlich zur Erhöhung des Garantiebetrages beinhaltet die Gesetzesreform, dass Anleger im Falle einer Bankpleite ihr Geld innerhalb von 30 Tagen zurückerhalten. Außerdem entfällt die bisher geltende Selbstbeteiligung von 10%, sodass der Anleger bei einer Bank-Insolvenz verlustfrei entschädigt wird.

Gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland und der EU
Land abgesicherte Summe garantierter Anteil Land abgesicherte Summe garantierter Anteil
Deutschland 50.000 100% Dänemark 40.000 100%
Frankreich 70.000 100% Belgien 20.000 100%
Finnland 25.000 100% Griechenland 20.000 100%
Großbritannien 22.200 90% Irland 20.000 90%
Italien 103.000 100% Luxemburg 20.000 90%
Niederlande 40.000 100% Österreich 20.000 100%
Portugal 25.000 100% Schweden 25.000 100%
Spanien 20.000 100%
Freiwillige (oder vertragliche) Einlagensicherung am Beispiel von Deutschland

In Deutschland haben nahezu alle Banken vertragliche Regelungen getroffen, die über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmmen hinausgehen. Dasselbe gilt auch für die meisten anderen EU-Staaten. Das deutsche Einlagensicherungssystem gilt weltweit als das Sicherste. Die deutschen Sicherungseinrichtungen unterscheiden sich dabei nach Bankengruppen:

Groß-/Privatbanken:

Privatbanken sichern Gelder ihrer Anleger über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) ab. Banken, die diesem Verband angehören, (das sind so gut wie alle namhaften Institute in Deutschland) gewähren Ihren Kunden damit faktisch einen unbegrenzten Schutz, da die Einlagen bis zu einem mehrstelligen Millionenbetrag pro Kunde geschützt sind. Welche Institute dem Einlagensicherungsfonds des BdB angehören, sowie die genaue Höhe der Absicherung können Sie unter BdB nachlesen.

Sparkassen / Volks- und Raiffeisenbanken

Sparkassen, sowie die genossenschaftlichen Institute betreiben ebenfalls umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, sodass Kundeneinlagen im Ergebnis zu 100% abgesichert sind, bzw daß es im „Insolvenz-Fall“ einer Bank eine 100%ige Entschädigung erreicht wird. Weitere Informationen zur Einlagensicherung der Sparkassen gibt es beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), und für Genossenschaftsbanken beim Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR).