Kreditaufnahme – mit diesen 10 Tricks erhalten Sie günstigere Zinsen

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Tipps und Tricks für die Kreditaufnahme

Wer heutzutage als Verbraucher ein Darlehen beantragt, hofft neben einer unkomplizierten Zusage der Bank natürlich auf gute Konditionen. In der Werbung der Kreditinstitute sind die meisten Angebote attraktiv. Doch für viele Verbraucher erweist sich das eigentlich günstige Zinsangebot später als teure Mogelpackung. Wer schlechte Konditionen vermeiden möchte, sollte deshalb einige Dinge beachten. Wir erläutern einige Tricks, die Ihnen bei der Kreditaufnahme helfen.

Die eigene Bonität verbessern – so geht´s

Die nicht eingelösten Werbeversprechen der Banken sind für viele Verbraucher frustrierend. Denn wer einen Kredit zu günstigen Konditionen aufnehmen möchte, ist häufig gezwungen vorab mehrere persönliche Angebote einzuholen. Diese müssen dann erneut verglichen werden. Denn erst im persönlichen Angebot / Beratungsgespräch erfährt man, wie gut die Konditionen für den Ratenkredit wirklich sein werden. Wer ein Kredit aufnehmen möchte, kommt um die Prüfung der eigenen Bonität nicht herum. Die Bonität ist maßgeblich dafür, ob es zu einer Zusage der Bank kommt und zu welchen Konditionen Sie den Kredit erhalten. Mit den nachfolgenden Tipps können Sie bei einer Kreditaufnahme Ihre Position gegenüber der Bank stärken.

Nicht mehr benötigte Verträge kündigen

Ob Kreditkarte, Handyvertrag oder Versandhauskonto – jede potentielle Zahlungsverpflichtung belastet die Bonität. Auch wenn der Verbraucher alle Zahlungsverpflichtungen planmäßig erfüllt, bewerten Schufa & Co die bestehenden Verpflichtungen als potentielles Ausfallrisiko. Denn käme es zu einer Verschlechterung der eigenen Bonität – z.b. durch Jobverlust oder Krankheit – steigt das Risiko, dass Kreditverpflichtungen nicht mehr erfüllt werden können.

Unser Tipp: kündigen Sie alle Verträge, die Sie nicht mehr unbedingt benötigen. Dies kann z.B. eine seit Jahren nicht mehr benutzte Kreditkarte sein, oder ein Versandhauskonto, bei dem schon ewig nichts mehr bestellt wurde.

Konditionenanfrage statt Kreditangebot

Den in der Werbung angepriesenen Zins erhalten meist nur Kunden mit gehobener Bonität. Den persönlichen Zinssatz erhalten Interessenten erst nach dem Stellen einer konkreten Anfrage. Diese sollte unbedingt ausdrücklich als Konditionenanfrage und nicht als Kreditangebot gestellt werden. Zu viele Angebote bei verschiedenen Banken wirken sich negativ auf den sogenannten Schufa-Score aus. Ein schlechterer Score bedeutet eine schlechtere Bonität, was bei zukünftigen Kreditanfragen wiederum zu höheren Zinsen führt.

Kreditaufnahme gemeinsam mit Partner

Ein gemeinsamer Kreditvertrag wird selbst bei Ehepaaren von den meisten Geldinstituten nur bei hohen Summen verlangt. Sie ist jedoch sinnvoll, wenn zwei Kreditnehmer zusammen über eine bessere Bonität verfügen als der Einzelne. Das gilt in jedem Fall wenn beide berufstätig sind, und die jeweiligen Schufa-Auskünfte keine Negativmerkmale enthalten. Für die gemeinsame Kreditaufnahme müssen Darlehenskunden weder verwandt sein noch in einem Haushalt leben. Sie ist vielmehr grundsätzlich ohne Einschränkung möglich.

Bessere Konditionen durch Sicherheiten

Eine weitere Möglichkeit, bessere Kreditkonditionen zu erhalten bieten zusätzliche Sicherheiten. Dass nicht nur Autobanken sondern auch Geldinstitute spezielle Autokredite anbieten, ist nahezu jedem Verbraucher bekannt. Diese Darlehen sind günstig, da das finanzierte Auto selbst als Sicherheit dient. Dasselbe Prinzip gilt für Immobilienkredite, bei welchen die Kreditsummen naturgemäß wesentlich höher sind. Weniger bekannt ist, dass sich ein bereits abbezahltes Auto ebenso wie eine unbelastete Immobilie auch als Sicherheit für einen Kredit zur freien Verfügung eignet. Bei der Sicherheitsübereignung eines bereits abbezahlten Kraftfahrzeuges verlangt die Bank üblicherweise die Übersendung der Zulassungsbescheinigung Teil II, während bei der Verwendung einer Immobilie als Sicherheit die Eintragung einer Grundschuld erforderlich wird. In beiden Fällen führt die deutlich erhöhte Kreditsicherheit zu günstigeren Konditionen.

Versicherungen beleihen

Auch eine private Rentenversicherung lässt sich zu günstigen Zinsen beleihen. Kreditnehmer können einem Geldinstitut die Forderungen aus ihrer Rentenversicherung als Kreditsicherheit abtreten, einfacher ist die direkte Beleihung beim Versicherer. Die Zahlungsansprüche im Rentenalter bleiben bei einer Kreditaufnahme über die Versicherungsgesellschaft erhalten, zudem treten im Gegensatz zu einer Vertragskündigung keine Verluste infolge des geringen Rückkaufwertes ein. Bei der Beleihung von Rentenversicherungsverträgen ist eine Ausnahme zu beachten: Riester-Rentenverträge und Verträge über die Rürup-Rente zu beleihen ist unwirtschaftlich, da in diesem Fall die staatlichen Zuschüsse zurückzuzahlen sind.

Auf Restschuldversicherung verzichten

Restschuldversicherungen sorgen in bestimmten Fällen für mehr Sicherheit bei der Rückzahlung, erhöhen die Kreditkosten jedoch erheblich. Bei bonitätsabhängigen Zinsen kann sich ihr Abschluss zwar auch positiv auf den Zinssatz auswirken, im Ergebnis wird der Kredit jedoch meist teurer. Noch höher ist der Unterschied bei den Gesamtkosten ohne Berücksichtigung der persönlichen Bonität des Kreditnehmers. Auch wenn es Banken natürlich gerne sehen. Wer kann, sollte seinen Kredit ohne Restschuldversicherung beantragen.

Kredit möglichst online aufnehmen

Da die Konditionen bei Onlinekrediten meist günstiger als bei Filialbanken sind, lohnt es sich den Kredit bei einer Onlinebank aufzunehmen. Zudem erleichtert das Internet den Konditionenvergleich verschiedener Banken. Dem Kreditsuchenden stehen neben dem Vergleichsrechner oft auch Erfahrungsberichte auf Verbraucherplattformen zur Verfügung. Diese informieren über die Zuverlässigkeit der Kreditvergabe und über die Flexibilität einzelner Geldinstitute bei späteren Änderungswünschen. Der Kreditvergleichsrechner kann bei bonitätsabhängigen Krediten naturgemäß nur einen Durchschnittswert angeben.

Das repräsentative Beispiel gibt Orientierung

Um einen günstigen Kredit zu finden, gehen die meisten Verbraucher heutzutage online, und vergleichen mit einem Zinsrechner die Konditionen verschiedener Banken. In der Vergleichstabelle werden die Angebote verschiedener Banken in einer Art Ranking aufgelistet. Die oberen Plätze des Rankings belegen dabei die Banken, die mit den günstigsten Konditionen werben. Leider ist es in der Realität so, dass der beworbene attraktive Zinssatz häufig ein sogenannter Lockvogelzins ist, welcher bonitätsabhängig gewährt wird. Genau hier liegt das Problem für den Verbraucher. Denn bonitätsabhängige Zinsen, die günstig beworben werden, sind in der Regel für die meisten Kreditnehmer am Ende deutlich teurer. Einen Richtwert, wie hoch die Konditionen in etwa sein werden, gibt das sogenannte repräsentative Beispiel. Dieses müssen Banken seit Einführung der Verbraucherkreditrichtlinie im Jahr 2010 neben dem beworbenen Zins veröffentlichen. Der Zins in der Beispielrechnung bietet eine gute Orientierung, da ihn zwei Drittel aller Antragsteller erhalten.

Die Alternative: bonitätsunabhängige Zinsen

Auch wenn diese Bearbeitung computergestützt in weniger als einer Minute erledigt ist, sind doch die Rahmenbedingungen für ein spezielles Zinsangebot ausschlaggebend. Anders können die Banken auch nicht verfahren. Sie ermitteln aus dem Ergebnis der Bonitätsprüfung eines Antragstellers das persönliche Kreditangebot. Jedoch gibt es auch vereinzelt Angebote, bei denen die Konditionen unabhängig von der eigenen Bonität vergeben werden. Solche so genannten bonitätsunabhängigen Kredite sind grundsätzlich etwas teurer, bieten im Gegenzug jedoch die Sicherheit, den angegebenen Zinssatz auch zu erhalten. Bonitätsunabhängige Kredite haben feste Zinssätze, die für jeden grundsätzlich kreditwürdigen Kreditnehmer gleich hoch sind. Die persönliche Bonität spielt somit für die Konditionenvergabe keine Rolle. Noch fristet diese Darlehensform ein Schattendasein, da sie wenig bekannt ist, und zudem im Ratenkredit-Vergleich nie die vorderen Plätze belegt. Bei Krediten mit nicht bonitätsabhängigen Zinsen wird das Kreditausfallrisiko auf alle Kreditnehmer umgelegt. Die Konditionen sind daher zwar nie so gut wie bei den bekannten Angeboten aus der Werbung, übersteigen jedoch auch nach oben hin einen bestimmten Wert nicht.

Bonitätsunabhängige Konditionen sind für Verbraucher mit durchschnittlicher Bonität sinnvoll

Bonitätsunabhängige Kredite bieten in bestimmten Fälle Vorteile. Während sich normalerweise der Kreditzins nach der Bonität des Kreditnehmers richtet, werden bei letztgenannten Darlehen alle Kreditnehmer gleich behandelt. Hiervon profitieren Kreditnehmer mit schwächerer und mittlerer Bonität. Am Ende ist es zielführender, einen relativ günstigen Kredit mit einem Zinssatz von beispielsweise 5,95 Prozent aufzunehmen, als einen mit 3,9% beworbenen Kredit, der am Ende 9,9% kostet. Darüber hinaus haben bonitätsunabhängige Kredite den Vorteil, dass kein persönliches Konditionenangebot eingeholt werden muss, und der Antragsteller hierdurch mit deutlich weniger Aufwand zum gewünschten Kredit kommt. Wer hingegen eine ausgesprochen gute Bonität aufweist, kann wahrscheinlich in etwa mit Konditionen rechnen, wie sie in der Werbung angepriesen werden. Hier lohnt es sich meist, die Konditionen aller Angebote zu vergleichen.

Rahmenkredit statt Ratenkredit

Neben Ratenkrediten sollten Kreditinteressenten auch Angebote für einen Rahmenkredit (häufig auch als Abrufkredit bezeichnet) in Ihre Überlegung einbeziehen. Diese sind in Einzelfällen günstiger, was vor allem für kurzfristig benötigte Darlehen gilt. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich einen günstigen und bei Bedarf sofort verfügbaren Kreditrahmen einräumen zu lassen. Der Dispositionskredit des Girokontos erfüllt diese Voraussetzungen nur zum Teil. Er ist zwar ebenfalls sofort verfügbar, jedoch überdurchschnittlich teuer.

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